Schlauchwaage
Messprinzip und Einsatzgebiete
Das hydrostatische Schlauchwaagensystem ermöglicht die präzise Überwachung kleinster Setzungen und Höhenänderungen an Bauwerken – auch über längere Zeiträume und ohne direkte Sichtverbindung zwischen den Messpunkten.
Grundlage ist das Prinzip der kommunizierenden Röhren: Ein Flüssigkeitssystem bildet eine horizontale Referenzlinie. Veränderungen an einzelnen Punkten führen zu minimalen Pegeländerungen, die durch hochempfindliche Drucksensoren erfasst und in Höhenunterschiede umgerechnet werden.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Gebäude und Ingenieurbauwerke
- Langfristige Setzungsüberwachung
- Kontrolle struktureller Veränderungen im Bestand
Präzision und Einflüsse
Das System erreicht Messgenauigkeiten im Submillimeterbereich und eignet sich damit ideal für Anwendungen mit höchsten Anforderungen an Präzision.
Die Messgenauigkeit wird unter anderem durch Temperaturschwankungen, Luftblasen im Schlauchsystem, Verunreinigungen sowie eine ungenaue Kalibrierung beeinflusst. Eine fachgerechte Installation, sorgfältige Handhabung und regelmässige Wartung sind daher entscheidend, um dauerhaft zuverlässige und belastbare Messergebnisse sicherzustellen.
Referenzprojekte Schlauchwaage
Universitätsspital Klinikum K2, Basel
Basel, Schweiz
Automatische Baugruben- und Gebäudeüberwachung
Neubau S21 Berlin Hauptbahnhof
Berlin, Deutschland
Automatische Brücken-, Gebäude- und Tunnelüberwachung mit geodätischen und geotechnischen Sensoren
Umbau Hotel Palace, Luzern
Luzern, Schweiz
Automatische Höhenüberwachungen mit Schlauchwaagen und Tachymeter